World Games 2017 Wrozław /Breslau [Polen]

Wrozław /Breslau. Die wunderschöne Hauptstadt Schlesiens empfing in der zweiten Julihälfte 3.234 Athleten und Athletinnen aus 103 Nationen zu den World Games 2017, den "Olympischen Spielen für die Nichtolympischen Sportarten".

Auch die Sumotori durften in einer der 25 Wettkampfstätten ihre Kräfte messen. Die moderne, riesige Orbita-Sporthalle in der Wejherowska (Hickertstraße) 34, nur ein Katzensprung vom Deutschen Haus sechs Hausnummern südlich, bot den Sumotori einen echten Lehm-Dohyō.

 

Die Rikishi reisten aus fünfzehn Nationen, nämlich

  • Ägypten
  • Australien
  • Brasilien
  • Deutschland
  • Georgien
  • Hongkong
  • Japan
  • der Mongolei
  • Norwegen
  • Polen
  • Russland
  • der Ukraine
  • Ungarn
  • Taiwan /Nationalchina /Formosa
  • Venezuela
  • den Vereinigten Staaten von Amerika

an.


Untergebracht war die deutsche Delegation, bestehend aus

  • Michael L. Hübner, Präsident des DSB
  • Dr. Torsten Kastner, Vizepräsident des DSB und Medical Director der EFS
  • Sandra Köppen-Zuckschwerdt, Vizepräsidentin des DSB und Bundestrainerin
  • Wolfgang Zuckschwerdt, Geschäftsführer des DSB

sowie den Athleten

  • Julia Dorny, Berlin, Leichtgewicht
  • Johanna Schumann, Tauberbischofsheim, Mittelgewicht
  • Kerstin Schmidtsdorf, Brandenburg an der Havel,
  • Anika Schulze, Brandenburg an der Havel, Schwergewicht

in der achten Etage des Studentenwohnheims der Ökonomischen Universität Breslau hoch über der Kreuzung der Ślężna /Ecke Kamienna (Lohe- Ecke Steinstraße). im Süden der Schlesiermetropole, sieben Kilometer vom Austragungsort entfernt. Das sehr warme Wetter und der permanente Straßenlärm stellten Athleten und Offizielle vor eine zusätzliche Herausforderung.

 


Die Kämpfe wurden am Samstag, dem 22. Julei 2017 in den Kategorien

Leichtgewicht, Mittelgewich und Schwergewicht

 

und am Sonntag, dem 23. Julei 2017 in der Kategorie OPEN ausgetragen.

 

Den ersten deutschen Sumo-Kampf der Worldgames bestritt Julia am Samstag um 12:42 Uhr gegen die starke Forgo Fruzsina aus Ungarn. Die Ungarin konnte sich mit Yori-kiri   durchsetzen.

 

Es folgte 14:04 Uhr die Auseinandersetzung zwischen Kerstin Schmidtsdorf gegen Anna Alexandrowa aus Russland. Auch hier konnte sich Russland mit Uwate-Nage für die Folgerunde empfehlen.

 

15:34 Uhr, in Runde 8 der Damen im Schwergewicht, fuhr Anika Schulze zum Jubel der deutschen Mannschaft den ersten Sieg gegen Baast Bachimeg aus der Mongolei mit Ucchari  ein.

 

Doch schon acht Minuten später musste sich Anika Olga Davydko nach Okuridashi aus Russland geschlagen geben.

 

15:46 Uhr trat Johanna gegen die Japanerin Ueta Yuka an, konnte diesen Kampf jedoch leider nicht für sich entscheiden.

 

Damit waren die Kämpfe des ersten Tages für die deutschen Damen beendet.

 

 


Am Sonntag, dem 23. Julei kam es zu den folgenden Kampfpaarungen:

 

Um 13:06 Uhr traf Julia im 16. Match auf die Brasilianerin Luciana Higuchi Montgomery. 

Julia konnte sich bravourös mit Sukuinage  durchsetzen.

 

Nur drei Minuten später musste Anika der Thailänderin Viparat Vituteerasan nach Oshotaoshi  den Dohyo überlassen.

 

13:13 Uhr traf Johanna auf die Polin Jagoda Mazurek, welche nach Yoritaoshi siegreich den Ring verließ.

 

Genau um Viertel zwei Uhr gab der Gyōji das Hakkekoi zum Tachi-ai der Begegnung zwischen Kerstin und er Russin Anna Poliakowa. Die Russin behauptete sich mit Yoritaoshi.

 

Sieben Minuten danach, um 13.22 Uhr, trat Julia gegen Vivan Sarkany aus Ungarn an. Auch dieser Gegnerin musste Julia nach Oshidashi  den Sieg überlassen.

 

In weiteren Kämpfen konnten sich die deutschen Damen dann nicht mehr beweisen.


Wird der Umstand in Betracht gezogen, dass Sumo-Mannschaften anderer Nationen mit einer weitaus umfänglicheren Förderung gesegnet sind, als das im deutschen Sumo derzeit darstellbar ist, wenn man weiterhin bedenkt, aus welchen großen Sportler-Pools viele anwensende Nationen ihre Besten auswählen und nach Breslau schicken konnten, dann steht fest, dass sich die kleine deutsche Mannschaft mit Tapferkeit und Bravour geschlagen hat. Nicht sieglos traten sie den Heimweg an, wenn auch dieses Mal keine Medaille mit nach Hause genommen werden konnte. Unter den Gegnerinnen der deutschen Damen befanden sich viele EM- und WM-Medaillengewinnerinnen, deren Kampfstärke den deutschen Rikishi alles abverlangte. Und sie gaben mehrheitlich alles.

 

Allein der Umstand, dass sich vier deutsche Sportlerinnen für die World Games qualifizieren konnten, beweist anschaulich, dass die Weichen für den deutschen Sumo wieder auf Kurs "nach vorne" gestellt sind!


Der DSB bedankt sich von Herzen bei seinen Athletinnen, allen Unterstützern - auch und gerade bei den als Fans angereisten Sportlern aus Cottbus und Tauberbischofsheim - bei den Offiziellen und natrülich auch beim DOSB für Hilfe und Unterstützung und Anerkennung.